Berlin, 15.4.2015
Aktualisierung der Berufsgenossenschaftliche Information 585 zu Epilepsie

Die berufsgenossenschaftlichen Empfehlungen zur beruflichen Eingliederung von Personen mit Epilepsie, bisher als Berufsgenossenschaftliche Information 585 (BGI 585) sind unter Beteiligung der DGfE überarbeitet worden und Ende März 2015 unter dem neuen Titel „Berufliche Beurteilung bei Epilepsie und erstem Anfall - GUV Information 250-001“ erschienen. Sie können im Internet hier
http://publikationen.dguv.de/dguv/udt_dguv_main.aspx?FDOCUID=23439
heruntergeladen werden.

Die Berufsgenossenschaftlichen Empfehlungen  sind das wichtigste  Instrument zur Beantwortung beruflicher Eignungsfragen bei Epilepsie. „Nur auf dieser Grundlage werden Feststellungen zur beruflichen Einsetzbarkeit eines Epilepsiekranken nachvollziehbar“ (Urteil des BSG vom 12.12.2006, B 13R 27/06 R).

In den neuen Empfehlungen sind die sich rasch wandelnden Berufsbilder aktualisiert worden. Die  wichtigste Veränderung gegenüber der Überarbeitung 2007 ist die Verkürzung des anfallsfreien Mindestintervalls für die uneingeschränkte Berufseignung von bisher 2 auf jetzt 1 Jahr für die allermeisten aufgeführten Beispielberufe. D. h. zweijährige Anfallsfreiheit unter Pharmakotherapie ist jetzt nur noch für ganz wenige Berufe Voraussetzung z. B. bei Kinderkrankenschwestern, Hebammen oder Erzieherinnen, die Kinder in Krippen versorgen.

Als wesentliche Neuerung werden jetzt auch Empfehlungen zur Wartezeit, bis die bisherige Tätigkeit nach einem ersten epileptischen Anfall wieder aufgenommen werden kann, differenziert nach der Schwere der Gefährdungen am jeweiligen Arbeitsplatz und der Wahrscheinlichkeit des Auftretens weiterer Anfälle, gegeben.


Für die DGfE - Kommission „Berufliche Eignung“
R. Thorbecke, U. Specht